E-Zigarette: Fakten und Tipps zur Anwendung

E-Zigaretten gelten als die “gesündere” Alternative zu klassischen Zigaretten. Doch ist Dampf wirklich besser als Rauch? Und welche Stoffe sind in E-Zigaretten enthalten? Ein Überblick.

Die E-Zigarette ist schon lang im Alltag angekommen: Etwa 2,4 Millionen Menschen greifen deutschlandweit zu dem Dampf-Produkt. Viele steigen von normalen Zigaretten auf das elektrische Pendant um. Der Grund: Sie gelten als weniger gesundheitsschädlich und erleichtern den Tabak-Stopp. Doch obwohl viele Fakten zu E-Zigaretten bekannt sind, sind nach wie vor zahlreiche Fehlinformationen im Umlauf. 

Funktion einer E-Zigarette

Die klassische E-Zigarette hat die Form eines langen, schmalen Zylinders und ist primär in vier Elemente gegliedert: dem Mundstück, dem Flüssigkeitstank, dem Heizelement und dem Akku. Per Schalter setzt der Akku das Heizelement in Betrieb, das so für ein Verdampfen der Flüssigkeit im Tank sorgt. Die Flüssigkeit wird Liquid genannt und ist in verschiedenen Geschmacksrichtungen erhältlich – wahlweise mit oder ohne Nikotin. Ist der Verdampfungsprozess einmal aktiviert, kann der Dampf über das Mundstück inhaliert werden. »Vaping« wird der Vorgang genannt.

Neben dem zylindrischen Modell gibt es die alternative Zigarette in weiteren Ausführungen, darunter auch spezielle Modelle in Pen – oder Mini-Pen Form. Des Weiteren sind mittlerweile auch elektrische Pfeifen, Zigarren und Shishas verfügbar. Sie erzeugen ebenfalls Dampf statt Rauch. Ihre Funktionsweise ähnelt daher der einer E-Zigarette.

Inhaltsstoffe des Liquids

Herkömmliche Zigaretten enthalten Tabak, der während der Verbrennung schädliche und krebserregende Stoffe freisetzt. E-Zigaretten hingegen kommen ohne Tabak aus. – Schadstofffrei ist der Dampf trotzdem nicht. Das Liquid besteht aus kleinsten Molekülen, unter anderem Glycerin, Propylenglykol und künstlichen Aromen. Die Stoffe sind zunächst unbedenklich, können beim Eindringen in die Lunge allerdings Schaden verursachen. So ist das farb- und geruchslose Erdölderivat Propylenglykol dafür bekannt, Augen und Atemwege zu reizen. Beim Erhitzen der Moleküle kann zudem Formaldehyd entstehen, das als krebserregend gilt. Glycerin hingegen steht unter dem Verdacht, den Gasaustausch der Lunge einzuschränken. Dadurch kann es zu einem verminderten Sauerstoffgehalt im Blut kommen, der sich unter anderem durch Müdigkeit und dunkle Augenringe bemerkbar macht. Bei Aromen ist die Wirkung auf die Lunge noch unerforscht. Klar ist, dass sie bedenkenlos in Lebensmitteln verzehrt werden können.

Wer sich für ein Liquid mit Nikotinzusatz entscheidet, erhöht die potenzielle Gesundheitsgefahr. Nikotin ist ein Nervengift, das derzeit zwar nicht als krebserregend eingestuft ist, bei höherem Konsum aber abhängig macht.

Sind E-Zigaretten besser als normale Zigaretten?

Es ist nachgewiesen, dass der Dampf einer E-Zigarette schädliche Stoffe enthält. Ebenfalls nachgewiesen ist allerdings auch, dass sich im Rauch einer herkömmlichen Zigarette deutlich mehr Schadstoffe befinden. Zum Vergleich: 2013 starben in Deutschland ungefähr 300 Menschen pro Tag an den Folgen des Rauchens – an den Folgen des Vaping ist landesweit noch keiner gestorben. Trotz der bekannten Risiken ist der Griff zu dem elektrischen Pendant deshalb stets die weniger schädliche Alternative. Ein Tipp zum Schluss: Die Liquids nur von bekannten und seriösen Unternehmen beziehen. Auf der Straße oder im Internet sind viele Flüssigkeiten mit fragwürdigen Inhaltsstoffen im Umlauf, die zu irreparablen Gesundheitsschäden führen können.

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