Finanzwissen: Was ist ein P2P Kredit

p2p kredit

P2P ist die Abkürzung für Peer-To-Peer, was wiederum nichts anderes bedeutet wie von „Mensch zu Mensch“ oder „Privat zu Privat“. Bei einem Peer-to-Peer Kredit handelt es sich somit um einen Kredit, der zwischen zwei Privatpersonen abgewickelt wird. Dabei handelt es sich um eine Kreditart, die noch recht neu, aber inzwischen auch schon seit zirka zehn Jahren etabliert ist. Sie wird aus Sicht des Kreditgebers auch P2P Lending genannt. Im Gegensatz zum klassischen Kredit wird das Geld nicht von einer Bank, sondern von einer oder mehreren Privatpersonen bereitgestellt.

Die Abwicklung läuft dabei meist über spezielle Onlineplattformen, die Kreditsuchende und Kreditgeber zusammenführen. Die Kreditgeber verfolgen dabei das Interesse meist nicht nur eines, sondern mehrere Kreditprojekte zu finanzieren. Dadurch streuen sie ihr Risiko. Dadurch das jeder Kreditgeber sein Kapital streut und bei mehreren Kreditsuchenden nur ein kleines Risiko trägt, erhöhen sich für potenzielle Kreditnehmer die Chancen einen Kredit zu bekommen. Das ist auch dann möglich, wenn man bei der Bank durch das Raster fallen würde.

Abgrenzung zu Bankkrediten

Im Gegensatz zum klassischen Bankkredit ist in der Kreditabwicklung eines Peer-To-Peer Kredites keine Bank integriert. Die Vergabe des Kredites erfolgt unter zwei oder mehreren Privatpersonen. Auch die Vergabe des Zinses ist sehr variabel. So können potenzielle Kreditnehmer meist angeben, zu welchem Zins sie einen Kredit haben möchten. Je höher dieser ist, desto interessanter ist das Angebot natürlich auch für die Kreditgeber, denn daraus ergibt sich deren Rendite.

P2P Kredite: Vor- und Nachteile

Der P2P Kredit hat den Vorteil, dass für den Kreditnehmer die Chance deutlich höher ist einen Kredit zu bekommen als vergleichsweise bei einer Bank. Der Grund dafür ist, dass hier nicht eine Bank das Risiko trägt, sondern sich das Risiko auf mehrere Privatpersonen verteilt. Als Kreditnehmer kann man zudem meist selbst entscheiden, welchen Zins man zu zahlen bereit ist. Je höher dieser ist, desto interessanter wird man natürlich für die Kreditgeber.

Nachteilig beim P2P Kredit ist hingegen, dass es eine gewisse Zeit dauern kann, bis der Kredit zur Auszahlung kommt. Dies geschieht nämlich erst, wenn das Kreditprojekt vollständig finanziert ist. Auch kann es sein, dass man das Kreditprojekt nur finanziert bekommt, wenn man einen überdurchschnittlichen hohen Zins anbietet.

Wie kann man P2P Kredite abschließen

Der P2P Kredit kann meist online auf speziellen Plattformen, wie zum Beispiel auxmoney, abgeschlossen werden. Dort muss man sich im ersten Schritt registrieren und anschließend seine Kreditanfrage einstellen. Diese Kreditanfrage beinhaltet die Höhe des gewünschten Kredites, den zu zahlenden Zins sowie die Art der Verwendung und gegebenenfalls eine Beschreibung. Anschließend wird die Kreditanfrage in dem Portal veröffentlicht und potenzielle Geldgeber können diese einsehen.

Wenn ein Kapitalgeber vom eingestellten Angebot angesprochen wird, so kann er nur einen kleinen Teil oder den kompletten Kredit finanzieren. Als Kreditnehmer muss man nun warten, bis die Kreditanfrage durch einen oder mehrere Kreditgeber vollständig finanziert ist. Nun kümmert sich das Portal um die Abwicklung und holt das Geld bei den Geldgebern und führt es dem Kreditempfänger gebündelt zu. Bei der Rückzahlung verteilt das Portal den Anteil und den Zins entsprechend der Anteile wieder auf die Kreditgeber.

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