Arbeiten 4.0 & New Work – die Arbeitswelt von heute

arbeit 4.0

Arbeiten 4.0 und New Work sind beides neue Arbeitsweisen, die sich a) aus der Digitalisierung ergeben bzw. durch diese erst möglich werden und b) agiles Arbeiten fördern. Die Denkansätze unterscheiden sich aber in einem wesentlichen Punkt: Während die digitale Transformation den Begriff der „Arbeit 4.0“ in Anlehnung an die „Industrie 4.0“ hervorgebracht hat, bezieht sich New Work eher auf die Motivation für eine bestimmte Arbeit (nur Arbeiten verrichten, die wir wirklich wollen).

Das Konzept „Arbeiten 4.0“

Als „Industrie 4.0“ wird schon länger die Industrie bezeichnet, die aus der digitalen Transformation entstanden ist. Daran knüpft Arbeiten 4.0 an, legt aber dabei den Schwerpunkt auf die Arbeitsverhältnisse und -formen, und zwar nicht nur in der Industrie, sondern in unserer gesamten Arbeitswelt. Die Kommunikation zum Arbeiten 4.0 betont, dass natürlich die digitale Transformation ein unaufhaltsamer Prozess sei, den man auch nicht ausbremsen dürfe, weil die Digitalisierung zu einem enormen technologischen Fortschritt führt. Jedoch dürfe sie nicht dazu führen, dass Schutzstandards der Arbeitswelt unterlaufen werden.

Diese Gefahr besteht beispielsweise, wenn Mitarbeitende im Homeoffice keine Arbeitszeiten mehr einhalten (können). Daher solle sich das Arbeiten 4.0 an die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung anpassen. Zusammenfassend kennzeichnet Arbeiten 4.0 die Veränderungsprozesse der Arbeitswelt durch die digitale Transformation.

Daraus können enorme Veränderungen und Anpassungen für Unternehmen nötig sein, aber auch Arbeitnehmer sehen sich mit diesem wandelnden Arbeitsmarkt konfrontiert. Coachings und Weiterbildungen zum Arbeiten 4.0 können beide Seiten auf neue Gegebenheiten vorbereiten und sogar Wettbewerbsvorteile sichern.

Das Konzept „New Work“

Das Konzept der „Neuen Arbeit“ bezieht sich ebenfalls auf neue Arbeitsweisen, welche einerseits die Digitalisierung und andererseits die Globalisierung hervorbringen. Den Begriff prägte in den frühen 2000er Jahren der deutsch-amerikanische Sozialphilosoph Frithjof Bergmann, der eigentlich zum Freiheitsbegriff geforscht hatte.

Als er im neuen Jahrtausend agiles Arbeiten auch mithilfe digitaler Geschäftsmodelle, jedoch auch in neuen Arbeitsumgebungen (New-Work-Cospaces) beobachtete, gelangte er zur Auffassung, dass die bislang geltenden Arbeitssysteme überholt seien. Diese würden nämlich darauf basieren, dass sich Arbeitnehmer dem Zwang einer vom Arbeitgeber vorgegebenen Tätigkeit in einer vorgegebenen Umgebung und Struktur aussetzen, um ein Erwerbseinkommen zu erzielen.

Bergmann stellte nun unter Berücksichtigung des amerikanischen Freiheitsverständnisses fest, dass in der traditionellen Arbeitswelt Arbeitnehmer immer nur eine von mehreren vorgegebenen, aber durchweg suboptimalen Optionen wählen, während Freiheit doch eigentlich die Möglichkeit sein sollte, eine Tätigkeit zu wählen, die man wirklich ausüben will. Dieses Arbeitsmodell galt zumindest bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert als Luxus. New Work soll diesen Luxus für alle schaffen.

Die Menschen sollen frei ihre Tätigkeit, ihre Arbeitsumgebung und ihren Arbeitsrhythmus wählen. Der Ansatz wurde seit den frühen 2000er Jahren auch verfolgt, doch erst die Coronapandemie verschaffte ihm einen gewaltigen Aufschwung. Sie erzwang neue Arbeitsweisen und agiles Arbeiten, denn auf einmal war das Homeoffice nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Ohne digitale Voraussetzungen wäre dies aber nicht möglich gewesen, womit sich eine Schnittmenge zwischen der auf digitalen Entwicklungen basierenden Arbeit 4.0 und New Work ergibt.

Ausblick

New Work und Arbeit 4.0 gehen seit der Pandemie eine Symbiose ein. Wir haben festgestellt, dass neue Arbeitsweisen möglich sind und große Vorteile bringen können. Nun gilt es, agiles Arbeiten auszugestalten, ohne die Arbeitnehmerrechte einzuschränken.

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